Blicke in die Werkstatt
Als Kind bin ich oft durch die Werkstätten der Handwerker in meinem Heimatort in Südoldenburg gestromert. Die Werkstätten waren offen. Beim Tischler konnte ich die Entstehung einer Tür verfolgen, beim Schmied roch ich das Beschlagen eines Pferdes, beim Stellmacher konnte ich die Spannung beim Aufziehen eines Wagenrades spüren, beim Maler das Mischen neuen Farben, beim Schuhmacher das Nageln von Holzstiften.
Ich weiß, dass ich dabei viel für meine eigene handwerkliche Praxis gelernt habe, Umgang mit Energie, Kontinuität, Gelassenheit, Rhythmus, Effektivität, Materialgefühl.
Spätestens bei meinem eigenen Vater war es nicht ganz so einfach. Er war Berufschullehrer und seine ‚Werkstatt’ war nicht selbstverständlich offen. Meine Streifzüge führten mich aber auch zu seiner Schule und ich musste, um auch von diesem Beruf etwas mitzukriegen, an seiner Klassenzimmertür horchen oder mal kurz auf das Fenstersims klettern.
Um Ihnen diese Klimmzüge zu ersparen, möchte ich Ihnen ein paar Blicke in die "Werkstatt" ermöglichen.
Den Überblick können sie auch komplett als pdf laden.
